Berliner-Trabitreffen
  Lagebericht vom 5. Festival
 
Hier also eine kleine Nachbereitung.
Es ist wie beim Fußball: nach dem Treffen ist vor dem Treffen! Da wir das Berliner Treffen nur aller 2 Jahre durchführen, haben wir ziemlich viel Zeit für die Vorbereitung. Aber wie das im Leben so ist, was Du heute kannst besorgen, verschiebe lieber gleich auf morgen.
Vieles haben wir durch die vorherigen Treffen ziemlich sicher im Sack. Das betrifft den Platz, den Caterer und einige Sponsoren. Da bedarf es im wesentlichen der Kontaktpflege und einiger Feinabsprachen. Das sind Eckpunkte von unschätzbarem Wert! Trotzdem kann man sich nicht auf die faule Haut legen.
Genau das ist mir aber in punkto Werbung unterlaufen. Ich habe viel zu spät damit angefangen. Sicher, wir haben uns 2010 beim "Jenaer" Konsultationstreffen persönlich eingetragen und auch ein paar schnellgebaute Flyer verteilt, uns in die gängigen Forenkalender eingetragen, aber dann schliff es. Mit unseren eigentlichen Flyern kamen wir viel zu spät!
Nun gut, muss zum Nächsten besser werden!

Dafür war die Seite diesmal immer aktuell und gut besucht. Andreas hat sich extra von der Leiter fallen lassen, damit er genug Zeit zur Pflege - der Seite - hatte.
Gemessen an der Resonanz auf der Seite und den vielen Anfragen hätten wir aus den Nähten platzen müssen vor lauter Besuchern. Wie alle wissen, hat uns das Wetter einen nassen Strich durch die Rechnung gemacht.
Außer uns Organisatoren und Helfern fanden 46 Fahrzeugbesatzungen den Weg durch die Gischt des Regens zu uns. Teilweise noch Samstag Nachmittag mit Wohnanhänger! Hut ab!
Bis Samstag hatten wir 299 Tagesbesucher (Kinder werden bei uns nicht registriert) Auch am Sonntag kamen noch viele, die aber nicht mehr gezählt wurden.

Beim Anblick dieser Misere haben einige Besucher weit mehr als den Eintrittspreis bezahlt. Auch für diese Gesten möchten wir uns herzlichst bedanken !!!


Was geschah also konkret am Platz?


Am Montag, den 25.07., bezog ich Stellung auf dem Platz, um besser koordinieren und Hand anlegen zu können. Mittags mußte ich noch mal in die Stadt, 15.00 Uhr den ersten Termin auf dem Platz wahrnehmen.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Feldbahn wurde gebracht, die Lok parkten wir erst mal draußen. Sie wurde dann vom Reiterhof mit dem Weidemann nach hinten geschleppt.
Der Aufbau war dann endgültig am Mittwoch fertig. Ist ein ziemlicher Kraftakt. Und da Mario von mir zwar ungefähr wußte, wo ich sie gerne fahren lassen würde, ich aber nicht am Platz war als die Schienen abgeladen wurden, mußte der größte Teil noch mal umplatziert werden.
Um alle am Platz richtig positionieren zu können, mußte am Mittwoch das Festzelt aufgestellt werden. Glücklicherweise waren mittlerweile schon einige mehr eingetroffen, die teilweise ihr Lager schon aufgeschlagen hatten, teilweise nach der Arbeit zum helfen kamen. Der Zeltverleiher lud ab und gab Anweisungen, wir und der Ösi Franz (unser Ansprechpartner zum Zelt, Catering, Toilettenwagen) das ganze mit Boden aufbauend.
Parallel dazu wurden die Cateringwagen aufgebaut.
Abends stellten die Schausteller schon mal ihre Wagen ab. Um die Schießbude rein zu bekommen, war Maßarbeit gefragt.
Donnerstag dann der Aufbau der Schausteller und Anreise der ersten Händler. Nachts um 04.30 Uhr traf die Vorhut der Polen ein. Da war der Techniker der Licht- und Tonanlage, Che, im Festzelt noch lange nicht fertig mit dem Aufbau für Bands und DJ.
Bis jetzt hatten wir noch gutes Wetter.
Und dann ging es los und hörte nicht mehr auf.

Freitag Mittag zeichnete sich ab, dass wir richtige Probleme bekommen würden. Gegen 16.00 Uhr war klar, die Anreisenden Teilnehmer liefen Gefahr, gar nicht erst auf den Platz rauf zu kommen.
Carsten Börner vom Reiterhof war ähnlich ratlos wie ich, war sich aber mit mir einig, dass wir das jetzt durchziehen müssen, um niemandem vor den Kopf zu stoßen. Also orderte er Recyclingmaterial und fuhr es mühsam mit dem Weidemann in die Einfahrt von der Straße. Schnell war klar, dass das nicht reichen würde. Also Steven anrufen. Nochmal mit Carsten reden, der sein o.k. geben mußte, dass wir auf die Reitwege das Zeug aufbringen können.
Innerhalb von nicht mal 20 Minuten waren die ersten 10 Kubikmeter Recycling direkt in der Einfahrt.

Steven ließ es sich nicht nehmen, das Schauspiel mit zu verfolgen (links in seinem Firmentransporter).
Sobald mehr Bilder von dem Disaster verfügbar sind, werden sie eingestellt. Ich selbst habe eben nur ein paar Handybilder geschossen. Die Einfahrt war nun befahrbar. Auf dem Platz selbst wurde es immer schlimmer. Die Kassenbesatzung und die Ordner kanalisierten den Verkehr so gut es ging auf befahrbare Flächen.

Auf der Koppel wurden fleißig Wohnanhänger, Klappfix und Zelte aufgestellt. Ich konnte es gar nicht glauben - bei dem Mistwetter! Kein Anzeichen von schlechter Laune.
Wer sich nicht in seinem kleinen Zelt versorgen konnte, schleppte alles ins Festzelt. Dort war fortan der zentrale Punkt des Treffens, da geräumig und trocken. Musik wurde permanent gespielt und zum Abend ging dann richtig die Post ab.
Andreas, der bisher die Seite gepflegt hatte und sich um die Bands kümmerte, ließ sich jetzt pflegen

Da er bis zum heutigen Tag nur von seiner Therapeutin redet, bin ich mir nicht sicher, ob da nicht viel Show bei war
Freitag ging es dann bis früh um 04.30 Uhr, Samstag bis 03.30 Uhr.
Am Tage wurde bei strömendem Regen Feldbahn gefahren, die Ratte der IFA-Inst erbarmungslos beim burnen gequält
und geschoben, was geschoben werden mußte.
Programmgemäß erfolgte die Schalldruckmessung mit Pokalvergabe und der von Mario durchgeführte Fünfkampf. Selbst der bereitgestellte Trabi wurde mehrfach durch den Parcours gejagt.
Am Sonntag hatten wir dann keinen Nerv mehr die Tagesbesucher zur Kasse zu bitten. Obwohl es die Idee gab, eine Spendenkasse für Flutopfer aufzubauen
Und auch wenn viele Teilnehmer relativ früh den Platz verließen, gab es doch immer noch eine Menge zu sehen, so dass jeder, der sich die Mühe machte uns zu besuchen noch auf seine Kosten kam.
Aber auch für uns galt es, zu beginnen den Platz zu räumen. Ich hatte mir von Carsten den "Russen" (MTS 52 Belarus) geliehen, um zwischendurch immer mal wieder jemanden vom Platz zu ziehen. Bernd erschien mit seinem Kumpel Peer, der mal schnell aus Kiel vorbeigekommen war. Seid die beiden längere Zeit in Australien verbracht haben, haben sie ein wenig die Relationen zu Entfernungen verloren. Für mich war es schon mal eine riesen Erleichterung, denn sie luden ruck zuck die Mopeds auf und nahmen mir damit zwei Fuhren ab.
Am Montag wurde die Ratte abgeholt:
und angefangen, die Feldbahn wieder abzubauen. Irgendwann war es dann relativ leer auf der Koppel. Es standen noch einige Wohnis von uns, die wir erst am Dienstag trocken bergen konnten. Ich war noch nicht wirklich dazu gekommen mein Basislager abzubauen.
Die Schausteller und Caterer waren teils mit Hilfe des Russen ebenfalls abgereist. Es freut uns, dass sie trotz ebenfalls eingefahrener Verluste, beim Abschied baten an sie zu denken, wenn wir wieder etwas veranstalten.
Wer zu Hause bemerkt hat, dass er ein oder mehrere Ameisenvölker mitgenommen hat, der braucht sich nicht zu sorgen, es sind noch genug auf der Koppel geblieben
Es hätte doch so schön sein können!


Wie auch immer. Wir bedanken uns bei Euch, dass Ihr mal wieder die Härtesten ward, wir bedanken uns bei jedem einzelnen Helfer, der es überhaupt erst möglich machte, auf dem Platz zu feiern, wir bedanken uns bei unseren Partnern und Sponsoren, die auch direkt vor Ort für uns da waren, und: wir hoffen, dass der Reiterhof im Stande sein wird in zwei Jahren die Koppel wieder nutzbar gemacht zu haben
Auf jeden Fall haben wir schon mal die Zusage, dass wir dort das nächste Treffen abhalten können (schon mal vormerken: 02. bis 04. August 2013!).
Dazu müssen wir uns noch ganz schön ins Zeug legen, Ihr wißt schon: Kapital aufbauen! Bei soviel positiver Resonanz wollen wir auf jeden Fall ein 6. Festival mit Euch feiern!!!

 
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